Das Lieferkettengesetz Perspektiven und Diskussionen zur Umsetzung in Bremen und umzu

LieferketteFachkonferenz Für Vertreter*innen Bremer Unternehmen sowie interessierte Personen aus Politik,
Wissenschaft und Zivilgesellschaft

 

 

 

Das im Juni 2021 beschlossene Sorgfaltspflichtengesetz (besser bekannt als »Lieferkettengesetz«) verpflichtet deutsche Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte entlang ihrer Lieferkette. Dies birgt ein unternehmerisches Umdenken, neue Herausforderungen, aber ebenso neue Perspektiven und Möglichkeiten. Auch Unternehmen, die nicht unmittelbar vom Gesetz betroffen sind, sollten sich bereits jetzt mit der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht beschäftigen, denn die Forderungen aus Gesellschaft und Politik nach Umwelt und Menschenrechtsschutz werden weiter
wachsen.

Im Rahmen der Fachkonferenz werden gemeinsam mit Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aktuelle politische Entscheidungen beleuchtet, mögliche unternehmerische Herangehensweisen diskutiert sowie Beispiele Bremer Unternehmen, die Sorgfaltspflicht bereits umsetzen, vorgestellt.

Termin: 16.09.2021 


Veranstaltungsort:
Martinsclub Bremen e.V.

Buntentorsteinweg 24/26

28201 Bremen


Die Veranstaltung wird gemäß aller zu diesem Zeitpunkt gültigen Hygienerichtlinien in Präsenz durchgeführt. Wir informieren die angemeldeten Personen rechtzeitig über die Voraussetzung für die Teilnahme und bitten diese strikt umzusetzen.

Anmeldung:
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung bis zum 30.8.2021 mit dem Stichwort »Lieferkettengesetz« an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Agenda:
10.00 Uhr Grußwort des Staatsrat Kai Stührenberg
Einstieg ins Thema Menschenrechte

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde vor über 70 Jahren verabschiedet und bildet die Grundlage für alle weiteren nationalen und internationalen Gesetze. In Deutschland nehmen wir sie als gegeben an und hinterfragen die Einhaltung oder Missachtung kaum. Doch welchen Stellenwert haben sie in unserem Alltag und dem von Menschen in anderen Regionen der Welt?


11.00 Uhr Vortrag:

Kooperation vor Wettbewerb?
Neue Haltungen des Wirtschaftens

Vermehrt lässt sich beobachten, dass Organisationen auf Kooperation setzen und Rücksicht auf Menschen und Natur nehmen wollen. Diesen Entwicklungen liegen Haltungen zugrunde, die sowohl für wirtschaftliches Handeln als auch für den Umgang mit Menschenrechten eine Rolle spielen.
Referent: Bror Giesenbauer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für nachhaltiges Management, Universität Bremen


Vortrag:


Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in Unternehmen
Von der Freiwilligkeit zur Verbindlichkeit

Das Sorgfaltspflichtengesetz ist ein weiterer Schritt im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) hin zur verpflichtenden Einhaltung der Menschenrechte in den Lieferketten und fordert die Erfüllung verschiedener Maßnahmen im unternehmerischen Prozess.
Referentin: Sabine Peters-Halfbrodt, Beraterin beim Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte


11.50 Uhr Austausch


12.30 Uhr Vortrag:

Menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse in Unternehmen umsetzen
Ansätze für ein erfolgreiches Risikomanagement

Der KMU-Kompass – ein Online-Tool des Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte – hilft dabei unternehmerische Verantwortung zu verstehen und umzusetzen. Schritt für Schritt werden die fünf Kernelemente des menschenrechtlichen Sorgfaltsprozess erklärt und mit Beispielen aus der Praxis untermalt.
Referentin: Sabine Peters-Halfbrodt, Beraterin beim Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte


13.00 Uhr Gemeinsame Mittagspause


14.00 Uhr Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht umsetzen – Praxisbeispiele

Parallel stattfindende Workshops

Sonnentracht GmbH
Die Sonnentracht ist ein Bremer Familienunternehmen, das sich auf natürliche Süßungsmittel und Kokosprodukte spezialisiert hat. Umweltschutz und Menschenrechte haben im Unternehmen einen besonderen Stellenwert. Dabei wird sowohl im In- als auch im Ausland viel Wert auf soziale und ethnisch vertretbare Geschäftsprozesse gelegt und diese durch verschiedene Kontrollmechanismen auditiert.

Im Rahmen des Workshops werden wir die Vorgehensweise, Erfahrungen und die Herausforderungen im Bereich der nationalen und internationalen Menschenrechte der eigenen Wertschöpfungskette vorstellen und darüber mit den Teilnehmenden in Austausch gehen.
Referentinnen: Karin Lang, Geschäftsführerin, Sonnentracht GmbH
Ksenia Mikulz, Mitarbeiterin im Bereich Nachhaltigkeit & Umweltmanagement, Sonnentracht GmbH


IGEL Logistics
Welche Herausforderungen und Möglichkeiten gibt es zur Überprüfung von Lieferketten im Kontext zur sozialen Nachhaltigkeit? Anhand dieser Leitfrage sollen hierfür geeignete Methoden und Werkzeuge ausgearbeitet und Risiken in der Verwendung abgewogen werden. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bietet sich damit auch die Möglichkeit, eigene Herausforderungen und Lösungsansätze vorzustellen und zu diskutieren.
Referent: Martin Schnatmeyer, Engineer for Export Control & Environmental,
Social & Governance, IGEL Logistics


Cha Dô Teehandels GmbH

Die Cha Dô Teehandels GmbH wurde 1993 gegründet. Intension war es ein Handelsunternehmen zu schaffen, das ausschließlich Tees aus kontrolliert ökologischem Anbau und fairem Handel beschafft. Transparente Beziehungen und Lieferketten waren immer Basis des unternehmerischen Handelns. Im Laufe der Jahre hat sich ein Netzwerk entwickelt und wir schaffen immer wieder Möglichkeiten in denen sich unsere Produzent*innen mit den Kund*innen austauschen können. Dieses System hat sehr belastbare Partnerschaften entwickelt, die Krisen und Herausforderungen besser managen lassen.
Referent: Lutz E. Toennis, Geschäftsführer, Cha Dô Teehandels GmbH

15.10 Uhr Austausch, Rückblick und Ausblick


16.30 Uhr Ende der Fachkonferenz


Bis 17.00 Uhr Einladung zum Austausch für alle Teilnehmenden und Beteiligten


Das Programm finden Sie hier zum Download.

HP_Gertraud_84x81"Ein starkes BeN ist nötig zur Vernetzung und Unterstützung der vielfältigen entwicklungspolitischen NROs im Lande Bremen."

Getraud Gauer-Süß (Geschäftsführerin biz)

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