Das Jep überreicht Umweltsenator Lohse Forderungen zum Bienen- und Insektenschutz

Am Freitag, den 29.06.2018 trafen sich Aktive des Jungen entwicklungspolitischen Forums (Jep) und der Grünen Jugend mit dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Bremens, Joachim Lohse. Dabei überreichten wir ihm die ingesamt 228 Unterschriften aus unserer Bienen-Aktion vom 07.06, die angesichts der Umweltminister*innenkonferenz in Bremen vom Jep in Kooperation mit der Grünen Jugend umgesetzt worden ist.

Mit den Unterschriften sowie eigenen Kommentaren der Unterschreibenden wird von Herrn Lohse gefordert, sich bei der nächsten Tagung der Umweltminister*innen in Bremen im Herbst dieses Jahres für konkrete Maßnahmen zum Bienen- und Insektenschutz einzusetzen. Das Bienen- und Insektensterben ist ein globales Problem, welches aber Intitiative und Einsatz vor Ort benötigt.

 

In der Aktion am 07.06 zeigten wir in einer Performance die Gefahren für Bienen und Insekten auf und informierten Passant*innen über das Problem und dessen Folgen. Dabei zeigten wir in einer Performance die existenzielle Gefahr für Bienen und Insekten durch den Einsatz von Pestiziden und Insektiziden auf.

Der Einsatz dieser ist neben Monokulturen in der Landwirtschaft und zunehmender Zerstörung von natürlichen Lebensräumen einer der Hauptgründe dafür, dass es in den letzten Jahrzehnten zu einem Rückgang von 75% bei den Insekten gekommen ist. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Ökosystem aus, wie der immense Rückgang an Vögeln aufzeigt. Der Rückgang bei den Wildbienen, deren Bestäubungsleistung für Ökosystem wie für die Nahrungsmittelsicherheit wichtig ist, ist ebenfalls alarmierend. Dies alles hat globale Maßstäbe und Folgen, benötigt aber auch Lösungsansätze auf allen Ebenen, so auch in Deutschland und in Bremen.

Viele zeigten sich interessiert und unterstützen unsere Forderungen, sodass wir insgesamt 228 Unterschriften sammeln konnten. Die Forderungen waren:

  1. Mehr Blühstreifen und Wildwachstum im öffentlichen Raum!
  2. Ein vollständiges Verbot von Neonikotinoiden und anderen schädlichen Pflanzenschutzmitteln!
  3. Eine stärkere Förderung der ökologischen Landwirtschaft!

Auch hatten die Unterschreibenden die Möglichkeit, eigene Forderungen auf den Postkarten zu vermerken. Weitere Themen, die sie an Herrn Lohse über unsere Postkarten gefordert haben, waren u.a. der Verbot von Mikroplastik, ein Kohleausstieg bis 2020, eine Orientierung an dem Konzept der Generationengerechtigkeit und eine Ausweitung von Grünflächen in der Stadt Bremen.

HP_Nina_R_84x81"Das BeN ist wichtig, weil es die Koordination unter entwick- lungspolitischen Gruppen im Lande Bremen vereinfacht und fachkundige Unterstützung in etlichen Projekten anbietet."

Nina Redmann (ehemalige BeN-Praktikantin)

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