Summen für den Erhalt der Bienen und Insekten

Bienen DSC00743 skaliertAm 07.06.2018 schwärmte eine Gruppe von Bienen und Insekten aus, um auf das globale Bienen- und Insektensterben aufmerksam zu machen und von der Politik Maßnahmen zu fordern, um den Erhalt von Bienen und Insekten zu sichern. Dabei sammelten wir über 200 Unterschriften für unsere Forderungen und konnten sogar Bremens Umweltsenator Lohse als Unterstützer gewinnen. Die Aktion wurde vom Jungen entwicklungspolitischen Forum zusammen mit der Grünen Jugend geplant und durchgeführt.

 

Für 16.30 wurde zu der Teilnahme an unserem Bienen-Flashmob auf dem Marktplatz in Bremen aufgerufen, den sich über 30 Menschen in selbst gebastelten Verkleidungen anschlossen. Dabei zeigten wir in einer Performance die existenzielle Gefahr für Bienen und Insekten durch den Einsatz von Pestiziden und Insektiziden auf.

Der Einsatz dieser ist neben Monokulturen in der Landwirtschaft und zunehmender Zerstörung von natürlichen Lebensräumen einer der Hauptgründe dafür, dass es in den letzten Jahrzehnten zu einem Rückgang von 75% bei den Insekten gekommen ist. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Ökosystem aus, wie der immense Rückgang an Vögeln aufzeigt. Der Rückgang bei den Wildbienen, deren Bestäubungsleistung für Ökosystem wie für die Nahrungsmittelsicherheit wichtig ist, ist ebenfalls alarmierend.
Daraufhin zogen wir durch die Innenstadt über den Hauptbahnhof weiter bis zum Parkhotel, wo die Umweltminister*innen zur Stunde tagten. Auf dem Weg informierten wir Passant*innen über das Problem und mögliche Lösungsansätze und sammelten Unterschriften. Auch wiederholten wir unsere Bienen-Performance und sorgten für interessierte Blicke und Nachfragen.

 

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Ziel der Aktion war es einerseits, für das Thema Bienen- und Insektensterben bei den Passant*innen Aufmerksamkeit zu erregen und über die Dimension des Problems sowie Lösungsansätze zu sprechen. Des Weiteren sammelten wir kräftig Unterschriften auf Postkarten, die drei Forderungen an den Bremer Umweltsenator Joachim Lohse richteten. Dieser soll sich auf der folgenden Tagung der Umweltminister*innen im November für folgende Forderungen einsetzen:

  1. Mehr Blühstreifen und Wildwachstum im öffentlichen Raum!
  2. Ein vollständiges Verbot von Neonikotinoiden und anderen schädlichen Pflanzenschutzmitteln!
  3. Eine stärkere Förderung der ökologischen Landwirtschaft!

Dabei konnten wir in knapp 2 Stunden weit über 200 Unterschriften für unsere Forderungen sammeln! Als die Umweltminister*innen nach ihrer Tagung aus dem Parkhotel kamen, konnten wir diese direkt mit unseren Forderungen konfrontieren. Umweltsenator Lohse unterstützte dabei unsere Forderungen spontan und unterschrieb diese selbst.

Die gesammelten Unterschriften werden demnächst an ihn überreicht. Es wird sich zeigen, ob er sein Wort halten und sich für unsere Forderungen einsetzen wird.

HP_Gertraud_84x81"Ein starkes BeN ist nötig zur Vernetzung und Unterstützung der vielfältigen entwicklungspolitischen NROs im Lande Bremen."

Getraud Gauer-Süß (Geschäftsführerin biz)

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