Hasen informieren über Fairen Kakao

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 Am 27.03. verkleideten wir uns als Hasen und informierten vor dem REWE in der Pappelstraße in der Bremer Neustadt über die unfairen Produktionsbedingungen bei der Kakaoproduktion. Dabei unterstützten wir die Kampagne „Make Chocolate fair!“ vom INKOTA-netzwerk, die sich für faire Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau einsetzt.

 

Ostern ist Schokoladenfest. In Deutschland ist der Konsum an Schokolade noch höher als an Weihnachten. Die Hälfte der gekauften Schokolade ist dabei aber nicht zertifiziert. Der für die Schokolade verwendete Kakao hat häufig eine lange Lieferkette hinter sich, an dessen Ende die Kakaobäuerinnen und -bauern in Ländern wie der Elfenbeinküste stehen und diese nur einen sehr geringen Teil des Gewinns erhalten.

Dazu wirken sich die schwankenden, aber insgesamt sinkenden Kakaopreise direkt auf das Einkommen aus. Oft ist das so wenig, dass sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken können und diese stattdessen auf den Plantagen mitarbeiten müssen.

Die vielen Siegel, über UTZ über Fairtrade bis zu Fairtrade-Marken wie GEPA sind zudem verwirrend – für die Konsument*innen ist nicht eindeutig, für was diese Siegel stehen und was diese garantieren. Ein Siegel bedeutet z.B. nicht automatisch, dass die Schokolade frei von Kinderarbeit ist.

Unsere Osterhasen zeigten bei unserer Aktion interessierten Passant*innen den Weg durch den Siegel-Dschungel, klärten über die Probleme unfairer Kakaoproduktion und motivierten sie dazu, sich mit Forderungen fotographieren zu lassen, die das INKOTA-netzwerk zusammen mit weiteren Fotos aus anderen Aktionen im Rahmen der 4. Weltkakaokonferenz (22.-25.04 in Berlin) vorgestellt hat.

Gefreut haben wir uns auch über das große Medienecho zu unserer Aktion. Den Beitrag von Buten un Binnen könnt ihr euch hier anschauen.

Mehr zur Kampagne „Make Chocolate fair!“ könnt ihr hier erfahren.

„Fairafric“ stellt zudem einen ganz neuen Ansatz dar: dort wird die biologisch erzeugte Schokolade komplett in Ghana hergestellt und dann nach Deutschland importiert, anstatt nur den Kakao als Rohstoff zu liefern. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

hp_mathiessen„Klimakrise, Kriege, Hunger und Finanzkrisen - die Welt ist im Ungleichgewicht und Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Alle Menschen sollen in Frieden und Würde leben können und eine faire Chance haben. Mit dem Pariser Klimaabkommen und den globalen Nachhaltigkeitszielen ist dafür der Rahmen gesetzt. Die Ziele sind, weltweit Armut und soziale Ungleichheit abzubauen, faire Handelsabkommen zu schließen und Fluchtursachen zu mindern. Die Arbeit von BeN leistet hierzu in Bremen einen wichtigen entwicklungspolitischen Beitrag.“

Maike Schaefer (Fraktionsvorsitzende der Bremer Grünen)

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