Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen

LieferkettengesetzTextChristianeArbeitsplätze, die eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Kinder, die statt zur Schule in die Fabrik gehen und Löhne, die für ein menschenwürdiges Leben nicht taugen. Viele Beispiele dafür, dass unser Lebenswandel für andere Menschen oft Elend und Verzweiflung bedeutet, sind in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit gekommen.

Als Reaktionen darauf sind etliche gute Initiativen entstanden – z.B. die Gründung von Multi Stakeholder Initiativen, die sich mit allen Beteiligten auf den Weg machen, die Arbeit von Produzent*innen sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten. Oder Verhaltens-Leitlinien und Aktionspläne für Unternehmen auf Bundes- oder EU Ebene. Aber: bis jetzt sind alle guten Initiativen, alle nationalen Aktionspläne und Leitlinien, alle Grünen Knöpfe etc. freiwillige Veranstaltungen.

Noch immer ist für viele Unternehmen der Gewinn wichtiger als den Schutz von
Mensch und Umwelt, und wichtige Veränderungen hin zu einer verantwortlichen Lieferkette gehen zu langsam und zögerlich voran.

Deshalb hat sich jetzt ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Initiative Lieferkettengesetz zusammengeschlossen. 17 Träger Organisationen, darunter die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V.,
fordern von der Bundesregierung, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten von Unternehmen gesetzlich festzuschreiben und an die Missachtung der Sorgfalt klare Konsequenzen zu knüpfen. Am 10. September startete die auf 2 Jahre angelegte Kampagne offiziell mit einer großen Aktion in Berlin.

Auch in den einzelnen Bundesländern wird die Kampagne auf die Missstände in globalen Lieferketten aufmerksam machen. In Bremen ist die regionale Kampagnenkoordination beim BeN angesiedelt.

Interessent*innen können sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

www.lieferkettengesetz.de

Radiobeiträge zur Initiative Lieferkettengesetz
https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/wirtschaft_aktuell/201909/10/370822.html
https://www.deutschlandfunk.de/umwelt-und-verbraucher.696.de.html

Weitere Artikel zu dem Lieferkettengesetz im Newsletter No. 4/2019  Nationaler Aktionsplan (NAP) Wirtschaft und Menschenrechte und bei Stellungnahme - Kritik am NAP-Monitoring

uli_test_HP"Das BeN ist wichtig, weil alle engagierten Nichtregierungs- organisationen und Initiativen eine gemeinsame Vertretung im Lande Bremen brauchen."

Ulrike Hiller (SPD, ehemalige Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit)

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