Erschreckendes Ergebnis beim NAP-Monitoring - Zieht die Politik die richtigen Schlüsse?

Lieferkette DemoDie erste Befragung des NAP-Monitorings ist abgeschlossen und das Ergebnis ist äußerst ernüchternd. Laut der Bundesminister Heil und Müller erfüllen gerade einmal 20 Prozent der Unternehmen die Anforderungen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Und dies, obwohl Wirtschaftsministerium und Kanzleramt starke Verwässerungen der Methodik durchgesetzt hatten und die Laufzeit der Befragung zweimal verlängert wurde.

Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen

LieferkettengesetzTextChristianeArbeitsplätze, die eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Kinder, die statt zur Schule in die Fabrik gehen und Löhne, die für ein menschenwürdiges Leben nicht taugen. Viele Beispiele dafür, dass unser Lebenswandel für andere Menschen oft Elend und Verzweiflung bedeutet, sind in den letzten Jahren an die Öffentlichkeit gekommen.

Als Reaktionen darauf sind etliche gute Initiativen entstanden – z.B. die Gründung von Multi Stakeholder Initiativen, die sich mit allen Beteiligten auf den Weg machen, die Arbeit von Produzent*innen sozial und ökologisch verträglicher zu gestalten. Oder Verhaltens-Leitlinien und Aktionspläne für Unternehmen auf Bundes- oder EU Ebene. Aber: bis jetzt sind alle guten Initiativen, alle nationalen Aktionspläne und Leitlinien, alle Grünen Knöpfe etc. freiwillige Veranstaltungen.

Stellungnahme - Kritik am NAP-Monitoring

NationalerAktionsplanNAP Der nationale Aktionsplan (NAP) für Wirtschaft und Menschenrechte hat zum Ziel, die menschenrechtliche Sorgfalt deutscher Unternehmen mit über 500 Mitarbeiter*innen zu untersuchen. Die Stellungnahme zum NAP-Monitoring durch das CorA-Netzwerks für Unternehmensverantwortung, des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), des Forums Menschenrechte und des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) äußert sowohl allgemeine Kritik am Programm als auch an der Methodik des NAP-Monitorings.

HP_Gertraud_84x81"Ein starkes BeN ist nötig zur Vernetzung und Unterstützung der vielfältigen entwicklungspolitischen NROs im Lande Bremen."

Getraud Gauer-Süß (Geschäftsführerin biz)

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