Startdatum Startzeit Titel Beschreibung Ort
Dienstag, 5. Mai 2020 18:00 Our Madness - Kinofilm

Our Madness - Kinofilm (2018)

(Original mit englischen Untertiteln)

 

Der Off-Kommentar konstatiert, ein Irrenhaus kann Verschiedenes zu verschiedenen Zeiten sein: Sklaverei, Bürgerkrieg, ein Marionettenregime. Hier aber geht es um eine psychiatrische Klinik in Maputo. Die Helligkeit der Außenwände und die Dunkelheit der Flure wird von den gestochenen Schwarzweißbildern noch akzentuiert. Patientin Ernania vermag ihrem Bett so betörende Musik zu entlocken, man möchte die Welt darüber vergessen. Als eines Tages das Tor offensteht, ergreift sie die Chance, und die Reise beginnt. Aber es führt sie nicht einfach von A nach B; die Orte – ein Tonstudio, ein Kino voller Ziegen, ein Boot im Schlamm – verschwimmen ineinander, einer trancegleichen Logik folgend. Ernania hat stets nach ihrem Mann und ihrem Sohn gesucht, nun findet sie die beiden mühelos, aber sie verschwinden immer wieder, so wie die seltsamen Objekte, das Krankenhausbett-Flugzeug und die Draht-Statue, auf die sie stößt. Wenn Ernania und ihr Sohn in die Sonne blicken, liegt vor ihnen der ganze Kontinent, so traumhaft, bezugs- und anspielungsreich wie der Film selbst. Aus dem Off heißt es auch, wer fliehen wolle, müsse träumen, aber das war einmal. Heute spüren sie dich auf, wenn du träumst. (James Lattimer)

Gast: Virginie Kamche (Afrika Netzwerk Bremen e.V.)

Vorfilm: Yellow Fever (2012)

(Orginila mit Untertiteln)

 

Reihe Wahnsinn und Postkolonialismus

Was kann einen Zusammenbruch erleiden? Ein Staat, ein politisches System, eine historische und ideologische Epoche, ein Mensch. Vielleicht auch das Wort selbst, beinhaltet es doch ein Paradox: „Zusammen“ (gemeinsam; (ver-)sammeln) und „brechen“ (auseinander; zerfallen). So eignet sich das Wort, um über Herausforderungen und ihre Widersprüchlichkeiten einer globalen Gesellschaft nachzudenken. Die Filmreihe sucht kritische Positionen, die das Verhältnis von postkolonialen Lebensweisen zum Wahnsinn ausloten und in ihrer Vielschichtigkeit präsentieren. Sie verbindet dazu Arbeiten aus einer westlichen Perspektive mit Filmen aus dem Globalen Süden. 

Jeweils mit Einführung von Tobias Dietrich, Universität Bremen

City 46 / Kommunalkino Bremen; Birkenstraße 1, 28195 Bremen
Dienstag, 9. Juni 2020 18:00 Le fort de fous - Kinofilm

Le fort de fous - Kinofilm (2017)

Original mit Untertiteln

Ausgehend von Aufzeichnungen frühkolonialer „wissenschaftlicher Forschungsreisen“ und „Befriedungskampagnen“, die von den französischen Kolonisatoren in Nordafrika durchgeführt wurden, folgt der Film einer Gruppe junger Nomaden und Wanderer und zeigt, wie diese eine imaginär-utopische Gesellschaft bilden. Reenactments, Improvisationen und Interviews, die mit Bewohner_innen von Algier, der Insel Kythira und der Prosfygika Gemeinschaft in Athen performt und geführt wurden, liefern in diesem Werk Beispiele für alternative Zeitlichkeit und autonomen Raum. Der Film war nicht nur beim Festival von Locarno 2017 zu sehen, sondern ist auch Bestandteil des Filmprogramms der documenta 14.

 

Reihe Wahnsinn und Postkolonialismus

Was kann einen Zusammenbruch erleiden? Ein Staat, ein politisches System, eine historische und ideologische Epoche, ein Mensch. Vielleicht auch das Wort selbst, beinhaltet es doch ein Paradox: „Zusammen“ (gemeinsam; (ver-)sammeln) und „brechen“ (auseinander; zerfallen). So eignet sich das Wort, um über Herausforderungen und ihre Widersprüchlichkeiten einer globalen Gesellschaft nachzudenken. Die Filmreihe sucht kritische Positionen, die das Verhältnis von postkolonialen Lebensweisen zum Wahnsinn ausloten und in ihrer Vielschichtigkeit präsentieren. Sie verbindet dazu Arbeiten aus einer westlichen Perspektive mit Filmen aus dem Globalen Süden. 

Jeweils mit Einführung von Tobias Dietrich, Universität Bremen

 

City 46 / Kommunalkino Bremen; Birkenstraße 1, 28195 Bremen

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.