Bremer NGOs warnen vor Verzögerung beim Klimaschutz

Klimagednz skaliertGemeinsam mit 16 weiteren Organisationen hat das BeN eine Pressemitteilung unterzeichnet, welche die Landesregierung und die Bremer Bürgerschaft dazu auffordert bereits jetzt erste Ergebnisse aus der Arbeit der Enquetekommission in Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen.

 

Bremer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordern von Landesregierung und Bürgerschaft, bereits jetzt erste Ergebnisse aus der Arbeit der Enquetekommission in Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen. Durch Sprecher der Kommission war zuletzt mehrfach darauf hingewiesen worden, dass konkrete Ergebnisse und Handlungsempfehlungen erst Ende nächsten Jahres zu erwarten sind. „Es kann nicht sein, dass erst nach Vorlage eines Abschlussberichtes Ende 2021 über die konkrete Umsetzung gesprochen wird – das wird der Dringlichkeit der Klimakrise in keiner Weise gerecht. Wir halten dies für absolut inakzeptabel“, meint Jonas Daldrup von denkhausbremen. Aus Sicht der zivilgesellschaftlichen Organisationen müssen die Diskussionsergebnisse der Klima-Enquete frühzeitig Impulse für die politische Praxis setzen, um den Klimaschutz in Bremen voranzubringen.

„Die tiefgehende Beschäftigung mit klimarelevanten Themen im Rahmen der Enquetekommission ist prinzipiell begrüßenswert“, findet Jonas Daldrup. „Wenn aber erst in der nächsten Legislatur zur Aktion geschritten wird, dann verlieren wir wertvolle Zeit. Wir brauchen jetzt schnelle starke Maßnahmen, sonst wird Bremen sein Klimaziel von 80 % CO2-Reduktion bis 2030 und danach weiter dramatisch verfehlen!“

Aktuell werden außerdem im Rahmen der Pandemie mit dem Bremen-Fonds sehr viele Gelder zur Stabilisierung der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Ein kurz geöffnetes Fenster der Möglichkeiten, um jetzt auch größere Weichen für eine bessere Klimabilanz Bremens zu stellen. Wenn der Enquete-Endbericht Ende 2021 herauskommt, wird dieses Fenster bereits auf absehbare Zeit geschlossen sein.

Keinesfalls dürfe die Landesregierung die Klimapolitik deshalb auf die lange Bank schieben. „Wenn die Klima-Enquete auch noch eine aufschiebende Wirkung bei der Umsetzung geplanter Maßnahmen entfaltet, dann droht uns in Bremen der klimapolitische Stillstand“, mahnt auch Wolfgang Köhler-Naumann vom VCD. Stattdessen gelte es, die Pandemie mit all ihren schlimmen Folgen nun als Chance zur Neuaufstellung Bremens auch in der Klimakrise klug zu nutzen – dazu bedürfe es nicht zuletzt der Bereitstellung von ausreichend Mitteln und Personal, um geplante Maßnahmen auch tatsächlich umzusetzen.

Eine gemeinsame Pressemitteilung von:
– Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN)
– Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz)
– Bremenize
– Bremer SolidarStrom
– Bremische Evangelische Kirche – Klimaschutz
– BUND Bremen
– denkhausbremen
– Extinction Rebellion Bremen
– Fridays for Future Bremen
– Gemeinwohlökonomie Bremen
– Greenpeace Bremen
– Health for Future Bremen
– Klimazone Bremen-Findorff
– NABU Bremen
– Parents for Future Bremen
– Robin Wood Bremen
– VCD Bremen

Den Link zur Pressemitteilung finden Sie hier.

hp_mathiessen„Entwicklungspolitik heißt für uns eine Politik der Entwicklungszusammenarbeit. Und eine Zusammenarbeit brauchen wir auch hier in Bremen mit allen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, um unser Ziel zu erreichen: faire Arbeitsbedingungen und eine nachhaltige Entwicklung überall auf der Welt. Das BeN ist hier ein wichtiger Partner.“

Antje Grotheer (SPD, Vize-Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft)

Arbeitsfelder

Ziele für nachhaltige Entwicklung

mdg2015

 

Sie sind Nachfolger der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen und wurden im September 2015 als neue UN-Entwicklungsagenda verabschiedet: Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG). Die SDG verpflichten auch den Globalen Norden, eine sozialverträgliche und ökologische Entwicklung voranzutreiben. Das BeN macht mit Veranstaltungen und Aktionen auf die SDG aufmerksam.

   

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Beschaffung

Beschaffung

 

Ob Papier, Computer, Dienstkleidung, Pflastersteine oder Schulbänke: Die öffentliche Hand in Deutschland kauft jedes Jahr Produkte für ca. 360 Milliarden Euro ein. Doch: Unter welchen Bedingungen wurden diese Produkte hergestellt?

Das Land Bremen hat sich per Gesetz für eine ökologisch und sozial nachhaltige Beschaffung ausgesprochen. Das BeN begleitet den Prozess der Umstellung durch Seminare für Beschaffer*innen, Unternehmensdialoge und politische Lobbyarbeit.

 

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Sport und Entwicklung

BGCLogo

 

Spielend wichtige Themen kennen lernen: Das ist das Ziel der Bremen Global Championship (BGC), einem entwicklungspolitischen Schulfußballturnier. Alle Klassen der 8. und 9. Jahrgangsstufe können daran teilnehmen – wenn sie aus dem Land Bremen sind. Neben dem sportlichen Ereignis stehen Aktivitäten rund um entwicklungspolitische Themen auf dem Programm. An unterschiedlichen „Lernstationen“ kommen die Schüler*innen während des Turniers mit globalen Fragen in Kontakt. So erweitern sie ihre Kompetenzen – und haben viel Spaß dabei!

 

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Junges Engagement – Entwicklungspolitisches Forum

JEP Schriftzug Pink

 

Gemeinsam aktiv werden und Stellung beziehen zu entwicklungspolitischen Themen!

Junge Menschen sind häufig Zielgruppe von entwicklungspolitischen Maßnahmen oder Projekten, ihre Partizipation und ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten in größerem Rahmen sind aber begrenzt. Das entwicklungspolitische Forum bietet ihnen eine Plattform, um Informationen auszutauschen, gemeinsam aktiv zu werden und sich an entwicklungspolitischen Themen und Entscheidungen in Bremen zu beteiligen.

   

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Zertifikatslehrgang nachhaltiges Lieferkettenmanagement

Website

 

Haben sie den Überblick über ihre gesamte Lieferkette?

In Zeiten globalisierter Wirtschaftsbeziehungen und Lieferketten wird es für Unternehmen immer schwieriger, die Folgen ihres wirtschaftlichen Handelns zu überprüfen. Häufig kommt es dabei zu Verletzungen der Menschenrechte.
Der Nationale Aktionsplan (NAP) der Bundesregierung möchte Unternehmen dazu motivieren und dabei unterstützen, ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen.
Das BeN unterstützt durch Schulungen lokale Unternehmen, um Problemfelder zu identifizieren und Lösungsansätze zu erarbeiten.

   

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Lobbyarbeit

lobbyarbeit

 

Als entwicklungspolitisches Landesnetzwerk sind wir Sprachrohr unserer Mitglieder – besonders bei der politischen Lobbyarbeit. Schriftliche Stellungnahmen und Gespräche mit Funktionsträgern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung haben das Ziel, die Interessen von Ländern des Südens in das politische und wirtschaftliche Handeln im Land Bremen zu integrieren. Ein wichtiger Erfolg ist die Verabschiedung entwicklungspolitischer Leitlinien durch den Bremer Senat.

  

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Gruppenberatung

gruppenberatung

 

Was müssen wir bei der Gründung einer Gruppe beachten? Wie und wo stellen wir Anträge? Und wie gewinnen wir engagierte Mitstreiter*innen? Mit solchen und ähnlichen Fragen können sich Mitglieder und andere Initiativen an das BeN wenden. Wir beraten Gruppen zu vielfältigen Themen und unterstützen sie bei der Bewältigung wichtiger Herausforderungen.

 

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