aktuelle Termine
| Kino und Diskussion: Gegen Beschneidung von Frauen und Mädchen Dienstag 22.05.12 18:00 Uhr |
| Ägypten und die Militärregierung- ist der arabische Frühling am Ende? Dienstag 22.05.12 19:00 Uhr |
| Forum „Bremen in der Welt“ Mittwoch 23.05.12 19:30 Uhr |
"Das BeN ist wichtig, weil alle engagierten Nichtregierungs- organisationen und Initiativen eine gemeinsame Vertretung im Lande Bremen brauchen."
Ulrike Hiller (SPD, MdBB)

Ökumenische Initiative Bremen
Die Ökumenische Initiative Bremen gründete sich 1985 mit dem Ziel, die Bremer Kirchen und Gemeinden auf lokaler Ebene handlungsfähig für die globalen Fragen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zu machen.
Zusammen mit nicht-kirchlichen Gruppen werden entwicklungspolitische Aktionen zur Bewusstseinsbildung und politische Einflussnahme durchgeführt. Geschäftsführer und Referent für entwicklungsbezogenes Lernen im Evangelischen Bildungswerk Bremen ist Uwe Ihssen.
Einen Schwerpunkt bildet durchgehend die Frage nach Gerechtigkeit in den Strukturen des Welthandels. In der Zusammenarbeit mit bundesweiten oder internationalen Kampagnen wurde das Thema Verschuldung der armen Länder aufgenommen. Mit dem Kolumbusgedenkjahr 1992 nahm die Ökumenische Initiative zudem die Fragen der kolonialen Prägung weltwirtschaftlicher Strukturen auf und beteiligte sich an der Gründung der 'Eine Welt-Aktion' (EWA), dem Zusammenschluss zumeist kirchlicher Weltläden für fairen Handel in Bremen. Seit 2003 hat die Ökumenische Initiative eine Partnerschaft mit dem Diakonia Council of Churches in Durban/Südafrika aufgenommen. In dieser durch Studienreisen und gegenseitige Besuche geprägten Partnerschaft arbeiten sie an Fragen von weltweiter Klimagerechtigkeit und nutzen die Millenniumsentwicklungsziele als weltweit beschlossene Rahmenvorgaben, die jeweiligen Regierungen zur Umsetzung zu drängen. Seit 2005 beteiligt sich die Ökumenische Initiative an der Kampagne 'deine-stimme-gegen-armut.de' und hat in einem breiten Aktionsbündnis 2006 die Millenniumsziele auf den Bremer Marktplatz gebracht. In Vorträgen, Tagungen und Seminaren werden die Ergebnisse der Welthandelskonferenzen und der Europäischen Partnerschaftsabkommen mit afrikanischen Ländern u.a. kritisch vorgestellt und vor dem postulierten Ziel einer 'fairen globalen Partnerschaft' diskutiert.
Bereits 2008 entschloss sich die Bremische Evangelische Kirche, dem bundesweiten Projekt "Zukunft einkaufen - glaubwürdig wirtschaften in Kirchen" beizutreten. Die zentralen Bereiche der Verwaltung und das Veranstaltungs- und Begegnungshaus 'forum Kirche' werden seither schrittweise auf eine ökofaire Beschaffung umgestellt. Die großen Kirchen in Deutschland wollen ihr Einkaufsverhalten künftig noch stärker an Umweltschutz und fairen Handel orientieren. Professionelle Beschaffer in kirchlichen Einrichtungen und Kirchenmitglieder sollen motiviert werden, ökologisch und fair einzukaufen. Unter dem Motto "ökumenisch, glaubwürdig, sozial und nachhaltig" startet die Aktion in Kooperation mit der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD). Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Die Lleitung des Gesamtprojekts liegt beim Umweltreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Als zweitgrößter Arbeitgeber in Deutschland haben die katholische und evangelische Kirche einen großen Bedarf an Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Büro, Hauswirtschaft oder Energie. Die Erfahrungen in den zentralen Bereichen mit der neuen Beschaffungsordnung sollen auch auf die rechtlich selbständigen Gemeinden ausstrahlen, damit sie gleichartige Beschlüsse fassen und praktisch umsetzen.
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