aktuelle Termine
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"Das BeN ist wichtig, weil es die Koordination unter entwick- lungspolitischen Gruppen im Lande Bremen vereinfacht und fachkundige Unterstützung in etlichen Projekten anbietet."
Nina Redmann (ehemalige BeN-Praktikantin)

Die UN-Millenniumsziele
Mit der UN-Millenniumskampange "No excuse 2015" haben sich 189 UN-Mitgliedsstaaten sowie Vertreter der Weltbank, der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und von mehreren NGOs (Nichtregierungsorganisationen) dazu verpflichtet, ein menschenwürdiges Leben für die gesamte Menschheit bis 2015 zu erreichen.
Auch das BeN beschäftigt sich mit den Millenniumszielen. Neben Veranstaltungen zu den Millenniumszielen erstellt das BeN, zusammen mit etlichen entwicklungspolitischen Gruppen, eine Broschüre zum Thema. Diese soll über Handlungsmöglichkeiten informieren und das nicht nur in Bezug auf "Hilfsmöglichkeiten" in den Ländern des Südens, sondern auch und gerade über die Möglichkeiten des Einzelnen hier vor Ort.
Die Millenniumsziele im Überblick:
Ziel 1: Halbierung der extremen Armut und des Hungers
Mehr als eine halbe Milliarde Menschen leben in extremer Armut. Extreme Armut erschwert nicht nur den Zugang zu Nahrung, sondern auch zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Bis 2015 soll die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, halbiert werden.
Ziel 2: Allgemeine Grundschulbildung für alle
Eine bessere Zukunft setzt eine allgemeine Primarschulbildung voraus. Bildung ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Integration, zur Stärkung von Demokratie und Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung. Bis 2015 sollen alle Kinder weltweit die Grundschule abschließen können.
Ziel 3: Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen
Obwohl 50% aller Menschen Frauen sind, werden sie in vielen Gesellschaften heute noch unterdrückt und ausgebeutet. Diese Ungleichheit hemmt wirtschaftliche und soziale Entwicklungschancen. Bis 2015 muss die Rolle von Frauen weltweit anerkannt und gestärkt worden sein.
Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit
Unterernährung, mangelnde Hygiene oder schlechte medizinische Versorgung sind noch heute die Hauptgründe warum Kinder in den ersten Lebensjahren sterben. Bis 2015 soll unter anderem die Ausweitung von Impfprogrammen den Tod von ca. fünf Millionen Kindern unter fünf Jahren verhindern.
Ziel 5: Verbesserung der Muttergesundheit
Jede Minute stirbt weltweit eine Frau während der Geburt oder der Schwangerschaft. Eine häufig unzureichende Gesundheitsversorgung, sowie zahlreiche 'Kinderschwangerschaften' (besonders in Entwicklungsländern) führen oft zu erheblichen Komplikationen. Bis 2015 soll die Sterblichkeitsrate von Müttern um drei Viertel reduziert werden.
Ziel 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Pandemien
HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose sind für eine extrem hohe Sterbensrate besonders in Ländern des Südens verantwortlich. Zusätzlich verschlechtern schwerwiegende Erkrankungen die Wirtschaftskraft solcher Nationen, zumal erkrankte Personen meistens keiner Arbeit nachgehen können. Durch eine Optimierung von Aufklärung und Hygiene soll bis 2015 die Expansion von Krankheiten zum Stillstand gebracht werden, sowie eine Trendumkehr verzeichnet werden.
Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
Für die Zukunft der Menschheit, der Umwelt und zur Bekämpfung der Armut, ist es notwendig unsere natürlichen Ressourcen zu bewahren. Klimawandel, Abholzung und die Zunahme von CO2-Emissionen sorgen für eine verstärkte Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Biodiversität. Des Weiteren haben ca. eine Milliarde Menschen in Entwicklungsländern keinen Zugang zu hygienisch sauberem Trinkwasser oder sanitären Anlagen.
Ziel 8: Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft
Industrienationen und Entwicklungsländer müssen gemeinsam zur Bekämpfung der Armut beitragen. Während die reichen Nationen unter anderem ihre Handelsmärkte für Produkte aus Entwicklungsländern weiter öffnen müssen, sind die ärmeren Länder dazu verpflichtet, härtere Maßnahmen gegen Korruption einzuführen, sowie Demokratisierung zu beschleunigen.
Weiter Informationen zu den Millenniumszielen gibt es auf der Internetseite der Vereinten Nationen http://www.un-kampagne.de/

