HP_Uwe_84x81„Eine lebenswerte Zukunft für die Mehrheit der Bevölkerung auf dieser Erde hängt nicht nur von der eigenständigen Entwicklung in den armen Ländern ab. Die Fähigkeit der industrialisierten und reichen Länder ist gefordert, ihren Lebensstil durch Rücksicht auch auf den fernen Nächsten sowie auf den schonenden Umgang mit Ressourcen und Umwelt für die Zukunft auszurichten. Für diese Umorientierung brauchen wir eine starke Lobby, die das Thema internationale Gerechtigkeit in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik wach hält, wir brauchen hierzu das Netz der Bremer entwicklungspolitischen Gruppen.“

Uwe Ihssen (Ökumenische Initiative) 
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'ZUKUNFT EINKAUFEN'

Zukunft_laesst_sich_einkaufeBereits 2008 entschloss sich die Bremische Evangelische Kirche, dem bundesweiten Projekt "Zukunft einkaufen - glaubwürdig wirtschaften in Kirchen" beizutreten. Die zentralen Bereiche der Verwaltung und das Veranstaltungs- und Begegnungshaus 'forum Kirche', werden seither schrittweise auf eine ökofaire Beschaffung umgestellt.

 

Die großen Kirchen in Deutschland wollen ihr Einkaufsverhalten künftig noch stärker an Umweltschutz und fairem Handel orientieren. Dieses Ziel verfolgt das bundesweite Projekt "Zukunft einkaufen - glaubwürdig wirtschaften in Kirchen". Professionelle Beschaffer in kirchlichen Einrichtungen und Kirchenmitglieder sollen motiviert werden, ökologisch und "fair" einzukaufen.

Unter dem Motto "ökumenisch, glaubwürdig, sozial und nachhaltig" startet die Aktion in Kooperation mit der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD). Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Angestoßen haben es die Umweltbeauftragten der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland. Die Projektleitung des Gesamtprojekts liegt beim Umweltreferat im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Als zweitgrößter Arbeitgeber in Deutschland haben die katholische und evangelische Kirche einen großen Bedarf an Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Büro, Hauswirtschaft oder Energie. "Wir sollten die geballte Macht, die wir als Kunden haben, nicht unterschätzen", erklärt dazu Präses Alfred Buß: "Wer einkauft, entscheidet mit, wie die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Deshalb sollten wir gezielt solche Produkte einkaufen, die unter umweltschonenden und fairen Bedingungen hergestellt und gehandelt werden."

Die Erfahrungen in den zentralen Bereichen mit der neuen Beschaffungsordnung (Beschaffungsordnung_BEK_2009.pdf) sollen auch auf die rechtlich selbständigen Gemeinden ausstrahlen, damit sie gleichartige Beschlüsse fassen und praktisch umsetzen.

Einige Vorreiter-Gemeinden, die sich im Projekt 'Grüner Hahn' für eine Zertifizierung nach der europäischen Umwelt-Audit-Verordnung (EMAS II) entschlossen haben, beachten insgesamt die Bereiche elektrische Energie, Heizung, Wasser, Gebäude, Beschaffung und Entsorgung sowie ihre Außenanlagen.

Kirchliche Presseartikel aus BEK Forum, Oktober 2008 und Februar 2010 unter
http://www.kirche-bremen.de/downloads/Zukunft_laesst_sich_einkaufen_Oekofair.pdf

Sowie als PDF (114 KB) zum download

Link zu http://www.kircheundgesellschaft.de/umweltreferat/zukunfteinkaufen.htm